Interviews

Jonas Bitsch packt aus

Jonas Bitsch ist einer der Dauerbrenner schlechthin im KSG-Team und wurde zuletzt für 400 Spiele geehrt. KSG-Aktuell sprach mit dem Kapitän der ersten Mannschaft über die Schwankungen der letzten Wochen, Verbesserungspotenzialen und über Derbymomente für die Ewigkeit.


1. Jonas, als Kapitän der Mannschaft muss dir die Frage gestellt werden, wieso so eine Leistung wie gegen den TV Lampertheim zu erklären ist – gerade an Kerwe?

Jonas: Wir haben einfach als Mannschaft an diesem Tag eine absolut enttäuschende Leistung geboten, was mir insbesondere wegen der großen Kulisse sehr leidgetan hat. Nach dem 1:0 haben wir wohl gedacht, dass es gegen einen ersatzgeschwächten Gegner von alleine läuft und jeder hat sich auf den anderen verlassen. Hinzu kamen natürlich auch brutale individuelle Fehler, wie auch von mir vor dem 1:1, was in dieser Art einfach nicht passieren darf. Trotz des Rückstandes hat uns letztlich auch der absolute Wille gefehlt, um das Spiel noch in unsere Richtung zu drehen.

 

2. Davor waren es sehr erfolgreiche Wochen, was sich im fünften Tabellenplatz niederschlägt. Wohin kann die Reise in dieser Runde noch gehen?

Jonas: Ich denke, das wird sich in den kommenden Wochen bis zur Winterpause zeigen. Wenn wir es im Dezember auf 30 Punkte schaffen würden, könnten wir von einer ausgezeichneten Hinserie sprechen und wir könnten im neuen Jahr befreit aufspielen. Mit einer Platzierung unter den besten 7 Mannschaften wäre ich sehr zufrieden.

 

3. Die Moral am vergangenen Sonntag, als gegen TV Lorsch alles nach einer Niederlage aussah, man aber doch noch ein Unentschieden holte, zeichnet die KSG eigentlich seit Jahren aus. Wieso funktioniert das manchmal nicht über die kompletten neunzig Minuten?

Jonas: Das war wirklich beeindruckend, wie unterschiedlich beide Hälften letzten Sonntag verlaufen sind. Alles was wir in der ersten Hälfte haben vermissen lassen, konnten wir nach dem Seitenwechsel auf einmal abrufen. Leider haben wir zurzeit eine dünne Personaldecke mit einigen angeschlagenen Spielern, weshalb solche Schwankungen nicht verwunderlich sind.

 

4. Woran muss das Team in den nächsten Wochen arbeiten? Was muss besser werden?

Jonas: Die letzten beiden Spiele hat die defensive Stabilität gefehlt, die uns zuvor ausgezeichnet hat. Es muss für den Gegner wieder deutlich schwerer werden, ein Tor gegen uns zu erzielen. Außerdem müssen wir noch zielstrebiger in der Offensive agieren, um uns mehr Torchancen herauszuspielen.

 

5. Der FV Hofheim spielt bisher eine durchwachsene Runde. Wie schätzt du den Gegner ein?

Jonas: Wie man hört, haben die Hofheimer immer wieder mit Verletzungspech zu kämpfen, was sie aber durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit gut kompensieren konnten. Die letzten fünf Spiele zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend. Außerdem können sie wieder auf ihren Torjäger Mackemull bauen, was sie deutlich gefährlicher macht. In der letzten Runde haben wir uns sehr schwer gegen diesen Gegner getan, weshalb ich davon ausgehe, dass die Mannschaft, die den größeren Einsatz an den Tag legt, auch als Sieger vom Platz gehen wird.

 

6. Zu guter Letzt: Deinen neuen Spitznamen „Quattro“ kriegst du so schnell nicht mehr los. Wie fühlt es sich an, in einem Derby gegen den SV Fürth vier Tore zu erzielen?

Jonas: Das war natürlich verrückt :D. Klar ist das ein sehr gutes Gefühl, ich bin ja nicht gerade als Torjäger bekannt. Viel wichtiger waren aber der Derbysieg und vor allem die spielerisch überzeugende Leistung von uns.

 

Jonas, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die restliche Saison!