Schneider-Dynastie

Ein Schneider kommt selten allein

Georg und seine drei Cousins sind das Rückgrat der KSG Mitlechtern

 

Die Schneiders und die KSG Mitlechtern: Das sind zwei Dinge, die beim Kreisoberligisten schon seit drei Jahrzehnten zusammenpassen. Aktuell sind es vier Schneiders, die sich in der ersten Mannschaft die Fußballschuhe schnüren und die Familientradition fortführen. Einer davon, Georg Schneider, erweist sich derzeit als Dauerbrenner. Bisher verpasste der 28 Jahre alte Physiklaborant keines der 19 Punktspiele und rechtfertigt damit das Vertrauen, dass Trainer Özcan Sahin in ihn setzt.

Georg Schneider, dessen Vater (ebenfalls Georg) nie selbst gegen den Ball trat, hat mit seinen drei Cousins Christoph (27/Sohn des Ex-Spielers und Trainers Harald Schneider), Laurin (25) und Julian (22/beides Söhne von Reinhold Schneider) drei Verwandte in der Mannschaft. Das besondere dabei: Das Quartett spielt mittlerweile im fünften Jahr zusammen und bildet damit einen Eckpfeiler der Mannschaft. Auch für Trainer Sahin ist die Schneider-Dynastie, allen voran Georg, nicht mehr aus der Startelf wegzudenken. „Er ist ein absoluter Leistungsträger und einer, der die anderen mitnehmen kann“, sagt Sahin über seinen Defensivspieler. 

Ein Schneider, Laurin (14 Tore in der Saison 2017/18), hat Offensivqualitäten, während sich die anderen drei allenfalls bei Standardsituationen mit in den Angriff einschalten. Christoph, Julian und eben Georg zeichnen sich eher durch Nehmerqualiäten auf dem Platz aus. Während Christoph und Julian im Dezember an gebrochener Hand und gebrochenem Fußzeh laborierten, hat Georg seine Fraktur schon hinter sich. „In der vergangenen Saison erwischte es mich mit einem Nasenbeinbruch“, erinnert sich Georg Schneider.

Sich selbst bezeichnet das KSG-Urgewächs, das seit der Jugend für Mitlechtern kickt, als Familienmensch. Auf dem Fußballplatz nimmt sich Georg („ich bin nicht der Begnadedste, aber technisch versiert“) nicht so wichtig. Priorität hat für den in Lauten-Weschnitz geborenen Fußballer der Zusammenhalt im Verein – und Georg Schneider bringt sich ein. Der Physiklaborant gibt bei der KSG den F-Jugendtrainer. Im Elferrat zu sitzen und nur das Geschehen zu kommentieren, das ist nicht die Sache von Georg Schneider, der auch außerhalb des Fußballplatzes mit seinen Cousins in Aktion tritt. Jahr für Jahr lässt sich Schneider mit seiner Riege etwas einfallen und trägt aktiv zum Programm der Sitzung bei, die in diesem Jahr am 22. Februar in der Pfalzbach-Halle stattfindet.

In der Halle, wen wundert es, werden dann weitere Schneiders anzutreffen sein. Wenn sie nicht gerade beim SV Erbach Handball spielen, komplettieren die Cousinen Anne Meffert (geb. Schneider), Linda und Selin Schneider den Familienclan. Mit von der Partie dürften dann auch Georgs Onkel Jürgen Schneider und Achim Schneider sein, die ebenfalls lange für die KSG kickten.


Veröffentlicht in: FuPa.net 

Erscheinungsdatum: 27.01.2019