Saisonvorschau 19/20

Platz sieben und noch etwas weiter

Mitlechtern. Eine feste Größe in der Fußball-Kreisoberliga ist die KSG Mitlechtern. In den vergangenen Jahren spielte die Mannschaft jedes Mal im vorderen Tabellenmittelfeld mit und hatte auch immer wieder die Möglichkeit, in die Spitzengruppe vorzudringen, doch der letzte Tick dafür fehlte. Nun stellt sich die KSG mit dem neuen Spielertrainer Christoph Schamber und vielversprechenden Zugängen neu für die nächste Runde auf.

Von seiner ersten Station als Seniorentrainer ist Schamber schon nach wenigen Trainingseinheiten in der Vorbereitung begeistert. „Mir wurde im Vorfeld nicht zu viel versprochen. Ich habe hier ein sehr gutes Umfeld vorgefunden und auf sowie neben dem Platz arbeiten viele Leute sehr professionell für einen Amateurverein. So kann ich in Ruhe arbeiten und mich ganz auf Mannschaft und Training konzentrieren“, spricht der Inhaber der DFB-Elite-Junior-Lizenz von „perfekten Bedingungen“.

Stimmung ist sehr gut

Auch die Stimmung in seiner Truppe ist sehr gut, was sich auch im ersten Testspiel gegen den Gruppenligisten FC Alsbach widerspiegelte. Hier verdiente sich die KSG nach guter Leistung ein 1:1-Unentschieden – wobei Schamber selbst für den Ausgleichstreffer verantwortlich zeichnete. Bestens unterstützt fühlt er sich auch von seinem Co-Trainer Jonas Bitsch, der über mehrjährige Jugendtrainererfahrung verfügt und von daher ein gutes taktisches Verständnis mitbringt. Bitsch folgt hier Simon Eckert nach, der der KSG weiterhin als Spieler zur Verfügung steht.

Den Kader des Kreisoberligisten sieht Schamber im Hinblick auf Qualität und Quantität gut aufgestellt. Das begründet er auch mit den Neuzugängen. Hier sind zwar einige junge Talente dabei, die sich noch weiterentwickeln müssen, wie der Mitlechterner Timm Trachsel, der zuletzt in der A-Jugend der TSG 62/09 Weinheim spielte und dort gut ausgebildet wurde, wie der Trainer unterstreicht. Oder Nachwuchskeeper Lukas Markovic, der von Stammtorhüter Jan Heckmann lernen soll, sowie Christopher Schröder und Tobias Baier, die beide vom FSV Rimbach kommen.

Es sind aber auch erfahrene Akteure dabei. Allen voran nennt der neue Coach hier Marvin Weiland vom Gruppenligisten Sportfreunde Heppenheim, ein Allrounder, der im Defensivbereich ein wichtiger Faktor werden und zusätzliche Stabilität geben soll. Das ist für Schamber besonders wichtig, denn die 66 Gegentore der letzten Runde „sind nicht optimal, da müssen wir ansetzen.“

Mit Ehsan Arfai kommt zudem ein langjähriger Kreisoberligaakteur vom TV Lorsch, der ebenfalls viel Erfahrung mitbringt und in der Offensive neue Impulse setzen soll. „Er ist einer, der den Ball halten kann, der kurz kommt und den Körper gut reinstellt“, sagt Schamber, der sich freut, dass die Neuzugänge nicht nur in fußballerischer Hinsicht „gut reinpassen“.

Dass es für die KSG in den vergangenen Jahren nicht für ganz vorne gereicht hat, macht der Spielertrainer, der in der vergangenen Saison mit 24 Toren für den VfR Bürstadt zweitbester Schütze in der Kreisoberliga war, vor allem auch am Verletzungspech fest, das die Mannschaft immer wieder zurückwarf. Hier hofft er, auch mit Hilfe des erweiterten Kaders von diesen Problemen in der Runde verschont zu bleiben: „Wir werden auch durch die Trainingsarbeit versuchen, die Verletzungen zu verringern.“

Die Kreisoberliga sieht er noch stärker und vor allem auch ausgeglichener besetzt als zuvor. „Es wird keine Mannschaft geben, die so abfällt wie die letzten Absteiger. Deshalb muss man erst einmal abwarten, wie sich die Saison entwickelt.“ Als klare Favoriten nennt er die SG Wald-Michelbach und Aufsteiger SG Unter-Abtsteinach II. Sein Ziel dagegen ist es zunächst einmal, Vorjahresplatz sieben zu bestätigen und dann vielleicht noch etwas weiter nach oben zu kommen. „Dafür ist es wichtig, gut aus den Startlöchern zu kommen.“

Dazu will er mit seinem Team gemeinsam einen Plan ausarbeiten, wie es gegen und mit dem Ball arbeiten soll. Die spielerische Weiterentwicklung nimmt für ihn einen großen Stellenwert ein. „Das ist ein Prozess, bei dem wir sehen wollen, dass wir weiterkommen.“ Hier würdigt er ausdrücklich die hervorragende Vorarbeit, die seine beiden Vorgänger Öczan Sahin und Christian Schmitt geleistet haben. „Darauf kann ich sehr gut aufbauen“, sagt er und ist vor allem auch Sahin dankbar, dass er ihm die Gelegenheit bot, schon in der vergangenen Saison im Training dabei sein und die Truppe kennenlernen zu können.

Ein weiteres Anliegen ist es ihm, die KSG wieder zu der allseits gefürchteten Heimstärke zurückzuführen, die in der vergangenen Runde etwas gelitten hat. „Da wurden einige Punkte weniger als in den Jahren zuvor geholt. Da wollen wir wieder hinkommen.“ jün



Zeitungsname: Odenwälder Zeitung

Erscheinungsdatum: 06.07.2019