Neuer Spielertrainer

Ein neuer Trainer mit Torinstinkt

Die KSG Mitlechtern hat Christoph Schamber als neuen Spielertrainer für die kommende Saison in der Fußball-Kreisoberliga verpflichtet. „Wir konnten unseren Wunschspielertrainer gewinnen“, zeigte sich der KSG-Vorsitzende Berthold Becker in einer Pressemitteilung sichtlich zufrieden. Der 28-jährige Mittelstürmer, der seit drei Jahren Co-Spielertrainer beim Klassenkonkurrenten VfR Bürstadt ist, tritt die Nachfolge von Özcan Sahin an, der den designierten Kreisoberliga-Aufsteiger SG Unter-Abtsteinach II übernimmt.

Christoph Schamber glänze mit seinem Torinstinkt, so Berthold Becker. Folglich liegt er aktuell in der Torjägerliste der Kreisoberliga mit 14 Toren auf dem dritten Platz hinter Marcel Eckert (22) und Gero Lammer (16).

Der in Bensheim wohnende Gymnasiallehrer für Sport, Biologie und „Darstellendes Spiel“ sammelte schon seit 2006 bei der Starkenburgia Heppenheim als Jugendtrainer in verschiedenen Altersklassen reichlich Erfahrung. Es folgten zwei Jahre von 2013 bis 2015 als U17-Oberligatrainer beim SC Viktoria Griesheim. Seit 2014 ist Schamber zusätzlich noch Stützpunkttrainer in Bensheim und seit 2018 C-Lizenz- Prüfer. „Wir sind davon überzeugt, dass der DFB-Elite-Jugend-Lizenz-Inhaber unsere Mannschaft menschlich, fachlich sowie sportlich weiterentwickeln wird“, meinte Becker.

Erstmals allein verantwortlich

Christoph Schamber selbst freut sich über die neue Herausforderung und seine erste Stelle als verantwortlicher Trainer im Seniorenbereich. „Wir waren uns schnell klar, dass es eine sehr interessante Sache für beide Seiten ist“, sagte Schamber, der nicht lange über das Angebot nachdenken musste.

„Ich trete ja in große Fußstapfen“, sagte Schamber und führt die Mitlechterner Trainer der jüngeren Vergangenheit auf: Patrick Lipusch, Amir Afshar, Christian Schmitt und Özcan Sahin. Mit Schmitt und Sahin ist Schamber befreundet und konnte sich also Informationen aus erster Hand über seinen neuen Verein holen. „Die KSG Mitlechtern hat schon immer ein gutes Bild abgegeben –auch in der Außenwirkung“, sagte Schamber, der mit seinem Heimatverein Starkenburgia Heppenheim und zuletzt auch mit Bürstadt oft gegen die KSG spielte.

Logischer Schritt

„Für meine persönliche Entwicklung war es ein logischer Schritt, auch wenn der so früh nicht unbedingt zu erwarten war“, meinte Schamber, der in den vergangenen drei Jahren bei Trainer Karl-Heinz Göbel in Bürstadt viel lernen konnte.

Schamber möchte sich natürlich nur zu gerne mit dem Aufstieg beim VfR verabschieden. „Ich habe ja alle Höhe und Tiefen mitgemacht. Als ich gekommen bin, stand die Mannschaft auf dem letzten Platz. Jetzt sind wir Dritter und wollen unsere Aufstiegschance nutzen“, sagte Schamber. Er erwartet mit FSG Riedrode, TV Lampertheim und SG Wald-Michelbach einen Vierkampf. Der VfR Bürstadt konnte sich in der Winterpause mit Muharrem Reka (FC Fürth) und Attila Ercan (SG Hemsbach) verstärken, zudem kehrt der verletzte Kader Kilic zurück – das mache Hoffnung. Gleich im ersten Spiel nach der Winterpause geht es gegen Schambers Heimatverein Starkenburgia Heppenheim, danach wartet Tabellenführer FSG Riedrode auf den VfR. „Das wird richtungsweisend“, so Schamber.

Rückspiel am 5. Mai

In Mitlechtern gastieren die Bürstädter übrigens erst am 5. Mai. Das Hinspiel wurde überraschend mit 2:3 verloren, wobei Schamber damals gerade aus dem Urlaub gekommen war und erst in der 40. Minute eingewechselt wurde – für ein Tor reichte es ihm trotzdem. Bis zum Rückspiel wird Schamber seine neue Mannschaft gut kennen, denn soweit es der Terminplan zulässt, will er bereits die KSG beobachten. Auch gestern war er beim 1:1 gegen die SG Unter-Abtsteinach II vor Ort und will sich nächsten Sonntag das Testspiel gegen den FC Fürth anschauen.

Über Ziele für die neue Saison sei noch nicht viel gesprochen worden, so Schamber. „Wenn wir wieder einen guten Mittelfeldplatz belegen, wäre das für alle in Ordnung“, meinte der Trainer, der weiß, dass es als Stürmer etwas schwerer sei, eine Mannschaft zu führen wie beispielsweise auf der Sechs oder in der Innenverteidigung. Dafür kann die Mannschaft von seinen Offensivqualitäten profitieren, Schamber will dabei gerade die jungen Spieler anleiten.


Zeitungsname: Odenwälder Zeitung

Erscheinungsdatum: 11.02.2019