Interview mit unserem 1. Vorsitzenden Berthold Becker

KSG und FC Fürth machen gemeinsame Sache

ZUR PERSON

 

Berthold Becker (55) ist seit 2007 Vorsitzender der KSG Mitlechtern, nachdem er zuvor sieben Jahre lang stellvertretender Vereinschef war. Als Fußballer spielte Becker in der Jugend und zwei Jahre lang als Aktiver beim SV Kirschhausen, wechselte dann zur KSG Mitlechtern.

 

Beide Fußballclubs bilden mit ihrem Reserven eine Spielgemeinschaft, die 2020/21 in der C-Liga an den Start geht. Trainer Frank Poth wird von Julian Rettig unterstützt.

 

MITLECHTERN - Dass Fußballspieler nicht auf den Bäumen wachsen, spüren immer mehr Vereine. Wenn es an Personal mangelt, wird in erster Linie die zweite Mannschaft, die so genante Reserve, abgemeldet. Dass es auch anders geht, zeigen Kreisoberligist KSG Mitlechtern und Gruppenliga-Rückkehrer FC Fürth, wie Mitlechterns Vorsitzender Berthold Becker schildert die Lage.

 

Herr Becker, die Reserven der KSG und des FC wollen in der Saison 2020/21 eine Spielgemeinschaft eingehen. Warum?

 

Beide Vereine sind davon überzeugt, dass dadurch die bestmögliche sportliche sowie personelle Perspektive für die Spieler gewährleistet ist. Beide Vereine möchten dem Trainerteam und den Spielern eine gute Basis für Training und Spielbetrieb bieten, um sich mit Spaß und Engagement weiterzuentwickeln.

 

Wäre für eine Spielgemeinschaft nicht der SV Lörzenbach der auch geografisch näher liegende Partner?

 

Der FC Fürth ist ein Nachbarverein mit dem die KSG jahrelang befreundet ist. Wie wir kämpft auch die zweite Mannschaft des FC schon länger mit personellen Engpässen, besonders wenn Verletzungen oder krankheitsbedingte Ausfälle dazukommen. Da wir in derselben Liga spielten, wurden wir aufeinander aufmerksam und suchten das Gespräch. Somit stand dem gemeinsamen Wunsch, eine Spielgemeinschaft einzugehen, nichts im Wege. Die Spielgemeinschaft wird in der nächsten Saison in der C-Liga antreten.

 

 

Wer wird die SG trainieren? Und wo wird sie ihre Heimspiele austragen?

 

Trainer wird Frank Poth, wobei er von Julian Rettig als Co-Trainer unterstützt wird. Die Heimspiele werden nach Möglichkeit abwechselnd in Fürth und in Mitlechtern ausgetragen.

 

Corona bestimmt immer noch auch das sportliche Leben. Wie läuft derzeit der Trainingsbetrieb bei der KSG?

 

Seit vorvergangener Woche haben wir den Trainingsbetrieb der Senioren wieder aufgenommen, wobei die Hygienevorschriften selbstverständlich beachtet werden. Deshalb findet das Training auf freiwilliger Basis statt. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl bieten wir einen zeitversetzten Trainingsbetrieb an, damit alle, die trainieren möchten, dies auch tun können. Unsere Jugendmannschaften haben ebenfalls die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis und unter Einhaltung der Hygienevorschriften zu trainieren.

 

Glauben Sie, dass der Abbruch der Runde der richtige Weg war? Hätte es aus Ihrer Sicht eine bessere Alternative gegeben?

 

Ja, das war der richtige Weg. Ich sehe keine Alternative, denn an vorderster Stelle steht die Gesundheit aller Beteiligten, der Spieler, Trainer, Schiedsrichter und der Zuschauer.


Starkenburger Echo

15.06. 2020

Das Interview führte Markus Karrasch.